Kokosöl als Deodorant


Sie verwenden Kokosöl vielleicht schon in der Küche, doch das wertvolle Öl aus der Kokosnuss kann auch als natürliches Deodorant genutzt werden.

Deodorants sind „Big Business“

Kommerzielle Deodorants sind ein profitables Geschäft. Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 748 Millionen Euro umgesetzt und weltweit spülten Deos über 17 Milliarden US-Dollar in die Kassen der Hersteller.

Grosse Konzerne wie Unilever und Proctor & Gamble dominieren mit Axe, Gilette, Rexona, Dove, etc. den Markt.

Diese stark beworbenen Marken-Deodorants enthalten eine lange Liste von bedenklichen Substanzen wie Aluminium, Konservierungsmittel, Propylglykol und synthetische Aromastoffe um nur einige zu nennen.

Unsere Haut ist durchlässig

Oft wird die Haut als eine undurchdringliche Barriere verstanden, doch die Haut als unser grösstes Organ ist viel durchlässiger als man denkt und diese Chemikalien können innerhalb von Minuten in unserem Blut nachgewiesen werden.

Ein Teil des Chemie-Cocktails wird notfallmässig sofort über unsere Ausscheidungsorgane z.b die Nieren entsorgt. Der Rest verursacht degenerative Veränderungen in unseren Organen oder wird eingelagert.

Die grössten gesundheitlichen Konsequenzen haben die aluminiumhaltigen Deos.

Warum aluminiumhaltige Deodorants?

Bakerien können sich in warmer und feuchter Umgebung optimal vermehren. Durch das Zusammenspiel von Körperwärme, Schweiss und Bakterien entstehen unerwünschte Gerüche.

Die Hersteller von Deodorants setzen Aluminium als Schweisshemmer ein. Es verengt die Schweissporen und verhindert dadurch eine mögliche Geruchsentwicklung.

Das Aluminium ist risikoreich, vor allem wenn es jahrelang, Tag für Tag chronisch in den Körper gelangt.

Ariane Lenzer, eine schweizer Toxikologin vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagt: „Aluminium in hohen Dosen wirkt als Nervengift. Es könnte an der Entstehung von Brustkrebs oder Alzheimer beteiligt sein.»

Da Krebs und Alzheimer jedoch komplexe Krankheiten sind, die meistens mehr als nur eine Ursache haben, ist es schwierig zu beweisen wieviel Deodorants zu diesen Krankheiten beitragen.

Vor allem nach dem rasieren der Achselhaare sollte man keinesfalls ein Deodorant mit Aluminium verwenden, denn durch die kleinen Wunden und Schürfungen gelangt eine besonders hohe Menge von Aluminium in den Körper.

Frauen sind besonders gefährdet, denn das Brustgewebe ist nicht weit von den Achseln entfernt und Aluminium kann möglicherweise im Brustgewebe abgelagert werden und zur Entstehung von Entartungen beitragen.

Aluminiumfreie Deodorants

Ohne Aluminium können Deodorants die Schweissproduktion kaum hemmen. Es wird daher ein anderer Ansatz verfolgt, indem man versucht mit Aromastoffen den Achselgeruch zu überdecken.

Es gibt mittlwerweile auch von den grossen Herstellern aluminumfreie Deodorants. Diese Produkte enthalten aber trotzdem weitere bedenkliche Inhaltsstoffe wie z.b Phtalate, Treibgase, Propylen-Verbindungen und synthetische Duftstoffe.

Falls Sie trotzdem darauf bestehen ein gekauftes Deodorant zu verwenden ist es empfehlenswert einem natürlichen Produkt den Vorzug zu geben.

Die kleineren Hersteller wie Weleda und Farfalla stellen schon seit längerer Zeit aluminiumfreie Deodorants her die ausschliesslich natürliche Inhaltsstoffe wie Alkohol, Wasser und ätherische Öle enthalten.

Noch wirksamer und günstiger ist ein selbstgemachtes Deodorant aus Kokosöl.

Kokosöl als natürliches Deodorant

Kokosöl als Deodorant

Als ich das erste mal davon gehört habe machte es sofort Sinn für mich, denn ein hochqualitatives unraffiniertes Kokosöl enthält bis zu fast 60% antibakterielle Laurinsäure.

Man nimmt ganz einfach am Morgen nach dem Aufstehen und am Abend vor dem ins Bett gehen ein Messerspitze Kokosöl und massiert es in die Achselhöhlen bis es gut eingezogen ist.Die Laurinsäure wirkt hemmend auf das Wachstum von Bakterien, d.h die Geruchsbildung wird an der Wurzel verhindert.

Eigenes Kokosöl-Deodorant herstellen

Die Idee Kokosöl als Deodorant zu verwenden stammt nicht von mir. Viele gesundheitsbewusste Anwender praktizieren das schon seit vielen Jahren.

Wie oben beschrieben kann man Kokosöl sehr gut alleine als Deodorant verwenden.

Wenn man die Wirkung vom Kokosöl noch verbessern möchte, kann man es mit Maisstärke, Natronpulver und ätherischen Ölen mischen.

Man hat dann eine absolut ungiftige und wirkungsvolle Deo-Creme.

Jeder Inhaltsstoff erfüllt eine spezifische Funktion:

  • Das Kokosöl verhindert das Wachstum von Bakterien, Hefen und Pilzen
  • Die Maisstärke bindet Schweiss und absorbiert Feuchtigkeit
  • Das Natron absorbiert unangenehme Gerüche
  • Die ätherischen Öle wirken als Parfüm und sind antibakteriell

Natürliches Rezept für Kokosöl-Deo

Um das natürliche Deo herzustellen, brauchen Sie vier Zutaten, die einfach zu bekommen sind.

Zutaten:

  • ¼ Tasse Kokosöl
    Verwenden Sie ein hochqualitatives kaltgepresstes Bio-Kokosöl z.b das Dr. Goerg Premium Bio-Kokosöl
  • ¼ Tasse Natronpulver
    Natron ist ein weisses Pulver das man als Backpulver verwenden kann. Es ist in jeder Apotheke als „Natriumhydrogencarbonat“ zu kaufen. Verwenden sie nicht normales Backpulver, es enthält Zusätze.
  • ¼ Tasse Maisstärke
    Maisstärke finden Sie im Supermarkt oder im Reformhaus. Nicht mit Maismehl verwechseln, das Meismehl eignet sich nicht.
  • 10 Tropfen ätherische Öle (optional)
    Geeignete ätherische Öle sind Teebaumöl, Lavendel, Ylang-Ylang, Grapefruit, etc. Am besten verwendet man natürliche Duftöle von Primavera oder Farfalla.
  • Ein verschliessbares Glasgefäss
    Ideal sind Marmelade- oder Honiggläser. Waschen Sie die Gläser vorher gründlich mit heissem Wasser.

Die Herstellung der Deo-Creme ist denkbar einfach. Im Grunde genommen mischt man einfach alles zusammen und gibt die Mixtur in ein Glasgefäss. Fertig ist das natürliche Deo!

Zubereitung:

  • 1. Das Kokosöl auf einer warmen Herdplatte oder in einem Wasserbad flüssig werden lassen.
  • 2. Das Natronpulver und die Maisstärke in eine Schüssel geben und gut vermischen
  • 3. Das flüssige Kokosöl in die Schüssel rühren bis sich das Natron auflöst
  • 4. Falls gewünscht 10 Tropfen von Ihren bevorzugten ätherischen Ölen beigeben (Meine Empfehlung: Teebaumöl. Es ist antibakteriell.)
  • 5. Die Mischung von der Schüssel in das verschliessbare Gefäss geben und erkalten lassen

Je nach Verbrauch sollte das für einige Wochen genügen, denn man muss nicht übermässig viel auftragen um einen guten Effekt zu erzielen.

Falls Sie einen höheren Verbrauch haben können Sie natürlich auch eine grössere Menge auf einmal herstellen und z.b in ein leeres 500ml oder 1000ml Kokosöl-Weckglas füllen.

Das Verhältnis zwischen Kokosöl, Natronpulver und Maisstärke beträgt 1:1:1. Wenn Sie die doppelte Menge des Rezeptes machen, können Sie die Menge an ätherischen Ölen auch verdoppeln. Bei der dreifachen Menge verdreifachen etc.

Anwendung des Kokosöl-Deodorants

Die resultierende Deo-Creme hat eine halbfeste Konsistenz und lässt sich gut auftragen.

Am besten verwendet man das Deodorant am morgen nach dem duschen. Das warme Wasser öffnet die Hautporen und unser natürliches Kokos-Deo kann gut in die Haut einziehen.

Man nimmt mit einem Spachtel oder Teelöffel eine genügende Menge aus dem Glas und massiert die Creme für ein paar Sekunden in die Achselhöhlen.

Gute Haltbarkeit

Das selbstgemachte Deo enthält keine Konservierungsstoffe, doch das antibakterielle Kokosöl und die ätherischen Öle bieten einen guten Schutz vor Verderb und garantieren eine gute Haltbarkeit.

Trotzdem würde ich die Creme mit einem Spachtel entnehmen, damit keine Bakterien über die Hände in das Glas gelangen.

Damit Sie immer frisches Deodorant zur Verfügung haben, können Sie je nach Bedarf, z.b ein Mal pro Monat ein neues Glas herstellen.


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