Die Haut ist unser grösstes Organ und reagiert sensibel auf äussere Reize.

Im Winter wird die Haut oft trocken und schuppig. Das kann zu einem unangenehmen Spannungsgefühl und Juckreiz führen.

Es gibt mehrere Gründe wieso die Haut im Winter austrocknet:

1. Die kalten Temperaturen reduzieren die Aktivität der Talgdrüsen. Der körpereigene Ölfilm auf der Haut ist dann weniger ausgeprägt.

2. Die niedrige Luftfeuchtigkeit von trockener Heizungsluft hat eine austrocknende Wirkung auf die Haut.

3. Im Winter hat man die Tendenz öfter warm zu duschen und zu baden. Das heisse Wasser reduziert den schützenden Ölfilm auf der Haut.

Diese Faktoren machen es empfehlenswert der Haut im Winter etwas Unterstützung anzubieten, z.B. mit kaltgepresstem Bio-Kokosöl.


Kokosöl statt Petroleum-Produkte

Es gibt eine Vielzahl von Feuchtigkeitscremen und Lotionen auf dem Markt. Einige naturnahe Marken sind sicher sehr gut.

Es gibt aber auch weniger gute Produkte die auf Erdöl basieren wie z.B. Nivea. Diese Produkte sind fragwürdig - in Untersuchungen von Umwelt- und Konsumenten-Organisationen werden oft Verunreinigungen nachgewiesen. Langfristig machen die Erdöl-Produkte nach der Meinung von Naturkosmetik-Experten die Haut zudem noch trockener als zuvor. Produkte in dieser Kategorie enthalten fast ausnahmslos noch andere giftige Substanzen wie Parabene, PEG-150, BHT, etc.

Wir müssen uns immer im klaren sein: Die Haut hat zwar keine Zähne, aber alles was wir auf unsere Haut auftragen, wird zu einem beträchlichem Mass in den Körper absorbiert und ist oft innerhalb von wenigen Minuten im Blut nachweisbar.

In einem Artikel von Dr. Mercola wird berichtet die Haut einer westlichen Frau, die täglich Pflegeprodukte und Make-Up verwendet, nimmt jährlich 2,5 kg Substanzen auf.


Kokosöl: Natürlich und wirksam bei trockener Haut

Am besten vertraut man der Natur und verwendet 100% natürliche Hautpflegemittel.

Mein Favorit ist natürlich Kokosöl, es gibt aber auch andere empfehlenswerte Pflegeöle die seit Generationen erfolgreich eingesetzt werden z.B. Kakaobutter, Sheabutter, Olivenöl oder Jojobaöl. Bei den wasserbasierten Naturprodukten finde ich Aloe Vera Gel sehr interessant.

Das Kokosöl nährt die Haut und bildet einen Schutzfilm der dem körpereigenen Talg sehr ähnlich ist. Dieser Schutzfilm verhindert eine übermässige Verdunstung und Austrocknung der Haut.

Kokosöl wird von den meisten AnwenderInnen sehr gut vertragen.

Bei gewissen Personen kann es zu Akne führen, dann ist es besser auf ein anderes Öl umzusteigen oder ein wasserbasiertes Präparat wie Aloe Vera zu verwenden.

In kommerziellen Feuchtigkeits- und Pflegecremes wird aufgrund der guten Wirksamkeit oft fraktioniertes Kokosöl verwendet. Auf der Etikette wird es meistens als „Capryl-/Caprin-Trigylzeride“ aufgeführt.


Die hungrige Haut

Im ausgetrockneten Zustand ist die Haut sehr hungrig und konsumiert die aufgetragenen Substanzen im Rekordtempo.

Ich habe vor ein paar Tagen nach dem duschen Kokosöl aufgetragen und war erstaunt wie schnell das Kokosöl eingezogen ist.

Nach 1 – 2 Minuten war es „verschwunden“ und meine trockene und schuppige Haut hat sich sofort besser angefühlt.

Ich habe dann nochmals Kokosöl einmassiert und es wurde wieder hungrig aufgenommen und war nach kurzer Zeit eingezogen.

Im Sommer, wenn meine Haut nicht ausgetrocknet ist, dauert es jeweils deutlich länger bis das Kokosöl einzieht.


Gute Kombination: Trockenbürsten und Kokosöl

Wenn Sie unter trockener Haut leiden, dann empfehle ich zuerst die Haut von Schuppen zu befreien.

Die Schuppen sind nichts anderes als abgestorbenen Hautzellen die problemlos entfernt werden können.

Am besten beschaffen Sie sich eine Körperbürste oder ein Massage-Handschuh und bürsten die Haut in sanften Bewegungen.

Man beginnt mit den Beinen und Armen und arbeitet sich dann vorwärts zum Torso. Peter Jentschura, ein Spezialist auf dem Gebiet des Trockenbürstens, empfiehlt in Richtung Herz zu bürsten.

Das Trockenbürsten hat eine Vielzahl von positiven gesundheitlichen Effekte, z.B. stimuliert es die Lymphe und fördert die Durchblutung.

Wenn man es richtig macht, wird die Haut etwas warm und leicht gerötet und fühlt sich nach dem Trockenbürsten glatt und weich an.

Das Kokosöl oder andere Pflegemittel können jetzt von der Haut besser aufgenommen werden.

Am besten macht man das Trockenbürsten vor dem duschen.


Kokosöl einmassieren

Nachdem Sie mit dem Trockenbürsten die Haut vorbereitet haben und in der Dusche waren, ist die Haut nun bereit das Kokosöl aufzunehmen.

Am besten trocknet man die Haut nicht wie gewohnt mit einem Duschtuch ab, sondern schüttelt sich nur etwas, damit die Haut feucht bleibt.

Nehmen sie jetzt einen halben Teelöffel Kokosöl und verreiben Sie es zwischen den Handflächen.

Massieren Sie das Kokosöl in die noch etwas feuchte Haut ein.

Am besten ist es, wenn man das Kokosöl nicht nur aufträgt, sondern sich ein paar Minuten Zeit nimmt und sanft einmassiert.

Die Menge an Kokosöl die Sie benötigen hängt von Ihrer Körpergrösse und dem Grad der Austrockung Ihrer Haut ab.

Man sollte nach dem auftragen nicht wie ein eingeölter wettkampfbereiter Bodybuilder aussehen, sondern das Öl sollte fast vollständig eingezogen sein.

Wenn man eine übermässige Menge Öl verwendet, wird nur ein Teil von der Haut aufgenommen, der Rest bleibt dann am Pyjama oder den Kleidern hängen.

Am besten macht man diese Routine aus Trockenbürsten, Duschen und Kokosöl-Massage am Abend vor dem ins Bett gehen. Das Kokosöl kann dann über Nacht gut einwirken.

Dieses Ritual kann man bei Bedarf täglich wiederholen oder vielleicht genügt bei Ihnen 2 - 3 Mal pro Woche.


Heisses Wasser

Bis jetzt haben wir besprochen wie man trockene und schuppige Haut wieder normalisiert.

Am besten wäre natürlich, wenn wir die Ursachen die zu trockener Haut führen beheben könnten.

Einer der Hauptgründe wieso die Haut trocken und schuppig wird, ist die Gewohnheit heiss zu duschen und zu baden.

Normalerweise ist die Haut von einem schützenden Mantel aus körpereigenem Fett (Talg) vor Austrocknung geschützt.

Heisses Wasser entfernt bedauerlicherweise diesen körpereigenen Ölfilm und lässt die Haut austrocknen.

Mit kaltem oder lauwarmem Wasser zu duschen wäre deutlich besser. Der ölige Schutzfilm bleibt dann weitgehend erhalten.

Sie kennen das sicher: Wenn man nach einer Mahlzeit einen fettigen Teller mit kaltem Wasser abwäscht, bringt man das Öl kaum weg. Mit heissem Wasser und etwas Seife löst sich das Fett sehr schnell und der Teller ist sauber.

Genauso ist es mit unserer Haut. Die ölige Talgschicht wird durch heisses Wasser (und Seife) fast vollständig entfernt und hinterlässt eine trockene, schuppige und juckende Haut.

Kalt zu duschen kann man trainieren, doch gerade im Winter ist das nicht einfach. Ich persönlich habe im Sommer keine Probleme damit, aber im Winter finde ich es schwierig die Motivation dafür zu finden.

Wenn Sie warmes duschen bevorzugen und nicht zu einem Eisblock gefrieren möchten, gibt es zum Glück die vorher besprochene Kokosöl-Alternative.


Übermässige Hygiene

Eine weitere Hauptursache für trockene Haut, ist die übermässige Verwendung von Seifen und Duschgels.

Die meisten Seifen und Duschgels haben einen austrocknenden Effekt auf die Haut.

Es ist daher empfehlenswert Seifen und Co. nur an den wichtigsten Körperzonen zu verwenden - Wasser genügt für den Rest.

Tägliche Hygiene ist sicher OK, doch für die ölige Schutzschicht der Haut ist schnell ein ungesundes Mass erreicht.

Solange man nicht Kaminfeger oder Bauarbeiter ist, gibt eigentlich keinen triftigen Grund den ganzen Körper einzuseifen, ausser man möchte die Haut in eine vertrocknete Sandwüste verwandeln.


Zusammenfassung

  • Im Winter trocknet die Haut leicht aus, da unsere Talgdrüsen weniger aktiv sind, die Luftfeuchtigkeit geringer ist und oft länger/wärmer geduscht wird.
  • Bei Trockenheit werden oft Erdöl-Produkte wie Nivea verwendet. Am besten verzichtet man auf diese stark verarbeiteten Industrieprodukte und verwendet naturnahe Substanzen, z.B. kaltgepresste Öle wie Kokosöl oder Kakaobutter.
  • Die Haut und vor allem trockene Haut ist sehr hungrig und nimmt jede Substanz die aufgetragen wird schnell auf. Man sollte daher vorsichtig sein, welche Pflegemittel man seiner Haut „füttert“.
  • Kokosöl hat ein ähnliches Fettsäureprofil wie unser körpereigener Talg und hilft der Haut im Winter eine schützende Barriere zu etablieren.
  • Trockenbürsten macht schuppige Haut sanft und glatt. Am besten bürstet man die Haut vor dem duschen sanft in Richtung Herz.
  • Kokosöl kann man nach dem Duschen in die noch warme und feuchte Haut einmassieren. Je trockener die Haut, desto mehr kann aufgetragen werden.
  • Die wichtigsten Ursachen für trockene Haut sind heisse Duschen / Bäder und die übermässige Verwendung von Seife und Duschgels.


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