In den letzten Jahrzehnten haben sich eine ganze Reihe von minderwertigen Speiseölen in unsere Nahrungsmittel eingeschlichen.

Sonnenblumenöl und Rapsöl sind die zwei am häufigsten verwendeten bedenklichen Öle.

Die Industrie liebt diese sehr preisgünstigen Öle und verarbeitet sie in Salatdressings, Chips, Guetzli, Kuchen, Salate, Dips, Saucen, Schokolade, etc.

Die meisten Konsumenten haben keine Ahnung, dass sich diese fragwürdigen Öle in zahlreichen abgepackten und verarbeiteten Nahrungsmitteln verstecken.

Bio-Nahrungsmittel sind davon nicht ausgeschlossen. Versuchen Sie mal in Ihrem Bioladen ein Salatdressing oder Kartoffelchips ohne Sonnenblumenöl zu finden! Fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Auch die meisten Restaurants verwenden aus preislichen Erwägungen und aus Ignoranz diese gefährlichen Öle für die Zubereitung ihrer Speisen.

Die industriellen Pflanzenöle enthalten grosse Anteile an entzündlichen Fettsäuren (v.a Omega-6 Fettsäuren) und richten im Menschlichen Körper nicht zu unterschätzende Schäden an, vor allem wenn die Öle täglich über Jahre hinweg konsumiert werden.

Industrielle gefertigte Öle wie Sonnenblumenöl, Rapsöl, Distelöl, Erdnussöl, etc. sind meiner Meinung nach eine der grössten Gesundheits-Bedrohungen unserer Zeit.

Hauptsache billig!

Herr und Frau Schweizer konsumieren fleissig Sonnenblumen- und Rapsöl... und zwar literweise!

Aus der folgenden Grafik können wir entnehmen, dass jeder Schweizer sage und schreibe 6,3 kg Sonnenblumenöl und 4,6 kg Rapsöl pro Jahr zu sich nimmt.

Das sind über 10 Liter bedenkliche Öle die pro Jahr aufgenommen werden!

Und dann wundert man sich wieso wir in Rekordzahlen durch chronisch degenerative Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Krebs, Diabetes und Demenz dahingerafft werden.



Ein grosser Teil des Sonnenblumen- und Rapsöl-Konsums stammt aus verarbeiteten Nahrungsmitteln.

Nun muss man sich fragen: Wieso hat die Nahrungsmittel-Industrie diese Öle so gern?

Die Antwort ist ganz einfach: Sie sind sehr billig!

Sonnenblumenöl und Rapsöl kosten im Detailhandel weniger als Fr. 5.- pro Liter, im Grosshandel noch viel weniger.

Hochwertiges kaltgepresstes Olivenöl oder Kokosöl kostet ein vielfaches davon und würde die Profitmargen der Lebensmittelindustrie drastisch reduzieren.

Wieso sind die industriellen Öle schädlich?

Sonnenblumenöl und Rapsöl enthalten grosse Mengen an instabilen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3/6 Fettsäuren).

Behörden, Lobbys und Mainstream-Ernährungspäpste sind der Meinung die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in pflanzlichen Ölen seien dem menschlichen Organismus zuträglich und die gesättigten Fette wie sie im Kokosöl vorkommen seien gesundheitschädlich.

Die Wahrheit ist aber wieder einmal das genaue Gegenteil von dem was jahrzehntelang gepredigt wurde. Kokosöl ist sehr stabil und oxidiert nicht.

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Fettsäuren sind sehr instabil und oxidieren im Rekordtempo, d.h sie werden schnell "ranzig".

Die meisten dieser Öle werden zudem mit aggressiven Lösungsmitteln extrahiert, bei hohen Temperaturen gepresst, kommen in Kontakt mit Licht und Sauerstoff und werden dann in lichtdurchlässigen Flaschen verkauft.

Alle diese Einflüsse, die Hitze, der Sauerstoff und das Licht führen dazu, dass ein Teil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-6 & Omega-3) oxidieren und schädlich werden.

Diese fiesen ranzigen Fette führen dann unter anderem zur Bildung von freien Radikalen (Lipidperoxide) die unsere Zellen, Gewebe und Organe beschädigen (oxidativer Stress).

Die angerichteten Schäden im Körper akkumulieren sich über Jahre und kaum jemand bringt die gesundheitlichen Probleme viele Jahre später mit den konsumierten Industrieölen in Verbindung.

Welche Öle enthalten die bedenklichen Fettsäuren?

Der absolute Spitzenrenner mit 79.2% ungesättigten Fettsäuren (Omega-6 & Omega-3) ist das Distelöl.

Je höher der Anteil an ungesättigten Fetten, desto mehr ist das Öl oxidationsanfällig und entzündungsfördernd.

Am stabilsten ist Kokosöl mit lediglich 1.6% ungesättigten Fetten.

Die Fette mit einem niedrigen Anteil ungesättiger Fette lassen sich aufgrund ihrer Stabilität gut erhitzen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Speiseölen

Speiseöl Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Distelöl 79.2%
Traubenkernöl 74.9%
Leinöl 68-89%
Hanföl 62.8%
Sonnenblumenöl 62.4%
Kürbiskernöl 54.3%
Sesamöl 41.1%
Mandelöl 22.8%
Rapsöl 20.8%
Erdnussöl 18.2%
Palmfett 11%
High-Oleic Rapsöl
11%
High-Oleic Sonnenblumenöl 10%
Olivenöl 9%
Butter 3%
Kakaobutter 2-4%
Palmkernfett 2%
Kokosöl 1.6%

Welche Schäden werden durch die industriellen Öle verursacht?

Die oxidierten mehrfach ungesättigten Fettsäuren (MUFS) in den Billigölen sind vermutlich Hauptverursacher der modernen degenerativen Erkrankungen.

Wenn die Billigöle nicht die Hauptverursacher sind, dann können wir davon ausgehen dass die Progression fast jeder Krankheit durch den Konsum der Billigöle beschleunigt wird.

Neben der grosszügigen Produktion von freien Radikalen und einem beschleunigten Alterungsprozess richten die MUFS (mehrfach ungsättigte Fettsäuren) in den Billigölen weitere Schäden an.

Abkürzung: Mehrfach ungesättige Fettsäuren = MUFS (auch Omega-6/Omega-3 genannt)

1. Blutzucker / Diabetes / Demenz

Die MUFS (mehrfach ungesättigen Fettsäuren) werden in die Zellen der Skelettmuskulatur eingebaut. Das verringert die Insulin-Sensitivität der Muskeln und führt zu höheren Blutzuckerwerten, typisch für Diabetes Typ II. MUFS beschädigen zudem die Betazellen im Pankreas, was zu Diabetes Typ I führen kann. Wenn sich die MUFS in die Nervenzellen des Gehirns einlagern, werden die Nervenzellen insulinresistent und können nur noch erschwert Zucker aufnehmen. Die Nervenzellen sterben dann graduell ab. Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und ALS werden daher auch Typ 3 Diabetes genannt.

2. Haut / Altersflecken

MUFS lagern sich in der Haut ein und führen zu dem sogenannten "Alterspigment", umgangssprachlich auch Altersflecken oder Leberflecken genannt. Alterspigment besteht aus einer bräunlichen Substanz die "Lipofuszin" genannt wird. Diese Substanz entsteht durch mehrfach ungesättigen Fettsäuren (MUFS) und Eisen, unter dem Einfluss von Östrogen (ein weibliches und männliches Hormon). UV-Strahlung ist nicht wie weithin vermutet wird der Hauptverursacher von Altersflecken. Sonnenlicht kann die Entstehung von Altersflecken aber fördern, denn die UV-Strahlung führt zur Oxidation der in den Hautzellen eingelagerten MUFS. Die Lösung ist nicht auf Sonnenschein zu verzichten, sondern die toxischen Fette in der Ernährung zu minimieren.

3. Stoffwechelrate / Schilddrüse / Übergewicht

Die MUFS blockieren die Umwandlung vom inaktiven Schilddrüsenhormon T4 in das aktive Schilddrüsenhormon T3. Das führt zu einer verringerten Stoffwechselrate, d.h einem "langsamen Stoffwechsel". Ein träger Stoffwechsel führt zu: Niedrigem Energieniveau, kalten Extermitäten, erhöhter Produktion von Stresshormonen (Kortisol, Adrenalin), schlechter Schlafqualität, verringerter Muskel- und Knochensynthese, verzögerter Wundheilung und Übergewicht.

4. Immunsystem / Krebs

Als ob Diabetes, Alterflecken und Übergewicht nicht genug wären. Nein, es kommt noch besser! MUFS haben noch zahlreiche weitere glorreiche Qualitäten. So hemmen sie das Immunsystem und können dadurch die Entstehung von Krebs fördern. Die ungesättigten Fette sind in unserem Körper instabil und verursachen die Entstehung von toxischen Lipidperoxiden. Diese giftigen Aldehyde wie Malondialdehyd (MDA) und 4-hydroxynonenal (HNE) beschädigen unsere Zellen, Membranen und Zellkerne. Die Beschädigungen können die korrekte Teilung von Zellen stören und Entartungen begünstigen. Die weissen Blutkörperchen (Immunsystem) werden durch die Lipidperoxide auch beschädigt und in ihrer Aktivität gehemmt. Beschädigte Zellen und ein unterdrücktes Immunsystem sind das perfekte Rezept um die Entstehung von Krebs zu fördern.

5. Entgiftung / Leber

MUFS belasten die Leber und hemmen dabei einen Prozess der "Glukoronidierung" genannt wird. Dieser Vorgang ist essentiell und erlaubt der Leber giftige Stoffe wasserlöslich zu machen, damit sie über den Urin ausgeschieden werden können. MUFS hemmen den Prozess der Glukoronidierung und verhindern dadurch die natürlichen Entgiftungsprozesse der Leber. Wenn die Leber Gifte nicht ausscheiden kann, kommt es zu einem Rückstau und der Gesundheitszustand des ganzen Körpers wird beeinträchtigt.

Das Speiseöl-Verkaufsregal bei Ihrem Grossverteiler: Am besten machen Sie einen grossen Bogen um diese Abteilung.

Wo sind die bedenklichen Industrieöle drin?

Die mehrfach ungesättigten Fette haben sich in viele verarbeitete Speisen eingeschlichen.

Es ist sehr ärgerlich, dass überall diese ungesunden Fette verwendet werden, wo man doch so einfach Kokosöl, Olivenöl oder Butter verwenden könnte.

Leider werden aus Profitgier, Ignoranz und Dummheit primär Sonnenblumenöl und Rapsöl verwendet.

Auch in Restaurants können Sie davon ausgehen, dass für die Zubereitung der Speisen minderwertige Öle verwendet wurden.

In diesen verarbeiteten Nahrungsmitteln werden fast ausschliesslich Industrieöle verwendet:

Fertigmahlzeiten Chips, Tortilias, Snacks
Salatdressings Mars, Twix, Snickers, Riegel
Mayonnaise Berliner, Schenkeli, Fastnachtskuchen
Budget-Schokolade Saucen, Saucenpulver
Dips, Aufstriche Gefrorene Pommes-Frites, etc.
Restaurant / Fast-Food Ölmischungen, Frittieröl

High-Oleic Sonnenblumenöl und Rapsöl: Stark verarbeitet

Die in den 90er Jahren entwickelten High-Oleic Raps- und Sonnenblumenöle sind mit 10-11% mehrfach ungesättigten Fetten (MUFS) deutlich stabiler und ungefährlicher als ihre herkömmlichen Versionen.

Die High-Oleic Sonnenblumen- und Rapspflanzen wurden durch Züchtungsmethoden aus Mutanten herbeigeführt. Genetisch verändertes Saatgut ist momentan glücklicherweise noch nicht im Einsatz.

High-Oleic Raps- und Sonnenblumenöl müssen relativ stark verarbeitet werden um überhaupt geniessbar zu werden, so ist es meistens notwendig das gepresste Öl zu desodorieren, bleichen und zu entschleimen.

Bei diesen aggressiven Verarbeitungsprozessen können schädliche Stoffe entstehen und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren (MUFS) beschädigt werden.

Im Grunde genommen sind die High-Oleic Öle ein kostengünstiges Imitat von Olivenöl. Dieses natürliche Öl weist von Natur aus ein gutes und stabiles Fettsäuremuster auf, enthält viele Antioxidantien und benötigt keine zerstörerischen Verarbeitungsprozesse um geniessbar zu werden.

Wenn Sie ein flüssiges Öl für die Salatsauce benutzen möchten, dann ist es empfehlenswert Kokosöl aufzuwärmen oder auf ein hochwertiges Olivenöl zurückzugreifen. Am besten eines mit FLOS OLEI Punkten, nicht ein gestrecktes und gefälschtes Lampant-Olivenöl vom Grossverteiler. Das ist aber wieder ein grosses Thema für sich und verdient einen eigenen Artikel.

Lokale schweizer Produkte: Ja, aber nicht wenn Sie uns Schaden zufügen

Eigentlich wäre es aus ökologischen und volkswirtschaftlichen Überlegungen heraus sinnvoll die Produkte unserer schweizer Bauern zu unterstützen.

Im Falle von Butter, Früchten, Gemüsen, etc. macht das definitiv Sinn, aber bei Sonnenblumen- und Rapsöl würde ich aus gesundheitlichen Gründen besseren Speisefetten aus dem Ausland wie Kokosnussöl oder hochwertigem Olivenöl den Vorzug geben.

Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Familie hat meiner Meinung nach immer erste Priorität, noch vor ökologischen und wirtschaftlichen Überlegungen.

Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn die lokale Wirtschaft zu unterstützen und sich dabei gesundheitliche Probleme einzuhandeln.

5 Tipps um schlechte Öle zu minimieren

• Lesen Sie die Zutatenliste von verarbeiteten Nahrungsmitteln. Vermeiden oder minimieren Sie Lebensmittel die Sonnenblumenöl, Rapsöl, Distelöl, Erdnussöl, Sojaöl, Maiskeimöl oder „Pflanzliche Öle/Fette“ enthalten.

• Kochen und backen Sie nur mit Kokosöl, Olivenöl, Butter, Ghee.

• Essen Sie nicht täglich in Restaurants, Fast-Food Ketten, Take-Away, etc.

• Minimieren Sie den Konsum von Fertiggerichten und frittierten/vorfrittierten Speisen, sie enthalten grosse Mengen an bedenklichen Fetten.

• Vermeiden Sie wenn möglich Poulet, Schweinefleisch und Zuchtfisch. Das Viehfutter dieser Tiere enthält grosse Mengen von mehrfach ungesättigten Fetten das sich im Körperfett der Tiere akkumuliert. Über den Konsum dieser Tiere nehmen wir die ungesunden Fettsäuren indirekt auf.

Quellenangaben:
Artikel-Quellenangaben.pdf


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